BMW-FAQ
Dies
ist zunächst mal meine Meinung, die natürlich auch nicht
frei von Einflüssen ist. Zugleich eine Auswertung aus vielen
Forumsdiskussionen, Gesprächen und nicht zuletzt eigene
Erfahrungen.
Diese Seite befindet sich noch im
Aufbau und ist unvollständig, auch die Gliederung wird sich noch
ändern.
Hinweis: Das Befolgen und/oder
Nachahmen der
hier gebrachten Tipps
und
Hinweise
geschieht auf eigene Gefahr! Der Autor übernimmt für Folgen
und daraus entstandene Schäden keinerlei Haftung.
Gebrauchtwagenkauf.
Worauf muß ich beim Kauf achten?
Ein wohl noch endloseres Thema als Ölsorte. Nirgendwo wird soviel
gelogen, wie beim Gebrauchtwagenkauf. Wer kein tiefgehendes
Verständnis von KfZ-Technik und deren typischen
Verschleißerscheinungen hat, ist geradezu hilflos auf die leeren
Versprechungen der Verkäufer und Händler angewiesen.
Schäden bzw. Mängel, die nicht sofort augenfällig sind,
werden in mind. 9
von 10 Fällen dezent verschwiegen. Spätere Reklamationen sind
fast nie möglich. "Gekauft wie gesehen", das war's. Auch
Gebrauchtwagenhändler tricksen, um sich vor ihrer
Gewährleistungspflicht zu drücken. Zwischen 2000-10000€ an
Instandsetzungskosten muß man heute bei einem typischen
Gebrauchtwagen in der Preisklasse von 7500 € einrechnen, weniger ist
zumeist Illusion.
Bei BMWs sind die ZF-Automaten so um die 200Tkm fällig, siehe dazu
auch unter "Automatikgetriebe". Motoren sind bei 200Tkm
revisionsfällig. Verleugnet man sich selbst diese Tatsache, steht
schon bald ein kapitaler Motorschaden an. Viele machen dann erst recht
Verlust, da die meisten den Wagen dann zum Schrottwert abstoßen.
Es bleibt ihnen nach dem plötzlichen Wertverlust dann nur noch der
Frust.
Welcher E34 ist empfehlenswert?
Da
der 5er immer Motoren vom 3er oder 7er bekommt, erhält der 5er
immer in der
laufenden Produktion einen Wechsel bei der Motorengeneration,
während
der 3er immer zugleich mit einer neuen Motorengeneration erscheint.
Die erste Generation des E34 (1988-1990) ist noch mit den alten Motoren
M20 (520i, 525i) und M30 (530i, 535i) ausgestattet, alle mit 2 Ventilen
pro Zylinder. Deren Wurzeln reichen noch bis in die späten
70er Jahre zurück, wo die Motoren noch anfänglich mit
Vergasern bestückt waren. Der "kleine" Sechzylinder ist der M20
und hat 2l mit 134 PS (B20) oder 2,5l mit 170 PS (B25) Hubraum. Die
"großen" Sechszylinder sind die M30B30 mit 188 PSbzw. M30B35,
letzterer mit 3,5l Hubraum und 211 PS. Am ungünstigsten ist der
M20B20, da er doch gut 1,5t Blech mit sich herumschleppen muß und
daher schon mehr gefordert wird. Etwas besser steht es schon mit dem
M20 B25. Wirklich Kraft bringen erst die M30-Motoren. Besonders der
M30B35 hat einen guten Drehmomentverlauf aus dem unteren
Drehzahlbereich heraus. Die M20-Motoren sind leider recht anfällig
gegen Kopfrisse, Kipphebelbrüche und eingelaufende Nockenwellen,
oft auch in Kombination. Ein Motorrevision eines M20 lohnt kaum, soll
alles gründlich überholt werden. Mit gut 500€ mehr bekommt
man bereits einen kompletten Tauschmotor. Die Nocke wird mittels einem
Riemen angetrieben.
Bessser ist man mit einem M30B35 bedient. Hier wird die Nocke von einer
Steuerkette angetrieben, der etwas lästige Riemenwechsel aller
40Tkm entfällt, aber bei 200Tkm sollte man sicherheitshalber die
bestimmt gelängte Kette wechseln lassen. Der M30 hat sich als
recht robuster Motor mit hohem Laufleistungspotential erwiesen. M20 wie
M30 Motoren haben noch klassische Ventilstößel, deren Spiel
alle 40Tkm überprüft werden sollte. Die Automatikgetriebe mit
diesen Motoren haben ein 4-Ganggetriebe, die Handschalter alle 5-Gang.
1990 kam der neue 3er (E36) und mit ihm neue "kleine" Sechzylinder. Mit
dem M50 hielt die Vierventiltechnik nach dem "Versuchballon" M42 (1,8l
mit 4 Ventilen) auch bei den Sechszylindern Einzug. Verbesserte
Sauganlage mit 4 Ventilen pro Zylinder verbesserten spürbar die
Leistung bei gleichem Hubraum. M50B20 (2l) mit 150PS und M50B25 mit
192PS. Beide haben zudem anstatt einer Nockenwelle derer zwei, getrennt
für Ein- und Auslaßbereich. Die Ventile werden mit
Hydrostößel spielfrei angetrieben, die Nockenwellen
über Kettentrieb. Somit sind die M50 wesentlich
wartungsfreundlicher und zugleich auch leistungsmäßig fast
ausgereizt, da sie in vielen Details auskonstruiert sind. Wie bei den
M20 besteht der Block aus Stahlgrauguß, während Zylinderkopf
und Ölwanne aus Aluminiumspritzguß gefertigt sind. Die
Motoren fallen kaum durch Probleme auf, wenngleich bei höheren
Laufleistungen auch hier wie beim M20 Kopfrisse zu beobachten sind,
wenn auch nicht so oft. Der M30B30 hatte leistungsmäßig
keine Daseinsberechtigung mehr und wurde ersatzlos aus der Produktion
genommen.
1992 kam eine Umstellung in die Produktionsphilosophie bei BMW. Die
Produktion wurde verbilligt. Bisher erhielten alle E34 nahezu
vollständige Kabelbäume, so daß z.B. eine
Nachrüstung mit el. Sitzen, Fensterhebern, Checkcontrol, usw.
recht problemlos möglich war. Nun müssen für fast alles
Kabelbäume nachgezogen werden, was eine Nachrüstung
erschwert. Dies sollte beim Gebrauchtkauf berücksichtig werden.
Ebenso wurde die Motorenpalette überarbeitet. Die M50 erhielten
die
VANOS (Variable Nockenwellen Steuerung). Hier gab es anfänglich
Probleme mit dem Kettenspanner, nach einem Kauf sollte unbedingt
geprüft werden, ob dieser durch eine neuere Version bereits
ersetzt wurde, sonst droht ein kostspieliger Schaden druch
Kettenabriß. Desweiteren wurde das Motorenangebot nach oben
erweitert. Nach langer Zeit bot BMW wieder V8-Motoren an. Mit dem
M60B30
mit 218 PS (530i) und dem M60B40 mit 286 PS (540i) gab es wieder
"große" Motoren, die die alten "großen" Sechszylinder
ersetzten. Die Zeit für den M30B35 war nun auch abgelaufen.
Aufgrund des hohen Drehmoments und der Probleme, eine adäquate
Kupplung zu finden, wurde besonders der 540 bis 1994
auschließlich
mit einem 5-Gang-Automatikgetriebe angeboten, welches heutzutage im Ruf
steht, zwischen 150-170Tkm auszufallen, in den Gebrauchtangeboten
findet man daher auch auffällig viele Exemplare mit dieser
angeblichen Laufleistung. Die Varianten mit 6-Gang-Handschaltgetriebe,
die ab 1994 angeboten wurden, sind begehrt und selten. Der V8 selbst
ist wie seine sechszylindrigen Vorgänger robust und genügsam
und hat ebenfalls genügend Leistung aus niedrigen Drehzahlen
heraus. Ein Wermuthstropfen ist jedoch sein Block aus Aluminium, der
nicht nachgebohrt werden kann, es gibt nur einen Satz
Übermaßkolben. Dennoch sollten Laufleistungen bis 400Tkm
möglich sein. Alles eine Frage guter Ölung. Nur sollte nach
einem Kauf sogleich die Ölpumpe auf festen Sitz
überprüft werden, durch eine Produktionsfehler lösen
sich gerne deren Befestigungsschrauben.
Ist der 524d noch ein problemloser, wenn auch leistungsschwächerer
Diesel, so ist der oft gesuchte 525tds (ab 1992) weniger zu empfehlen.
Grundsätzlich sind Diesel erst ab ca. 30Tkm Jahreslaufleistung
lohnenswert. Der 525tds fällt immer wieder mit Problemen
auf, alle modernen Turbodiesel sind sehr anfällig und kostspielig
im technischen Unterhalt bieten dem Normalfahrer keine nennenswerten
Vorteile gegenüber einem Benziner. Mit einem 520i ist man
vergleichsweise besser bedient.
Ebenfalls ab 1992 wurde ein Vierzylinder 518i angeboten (M40B18, mit
113 PS). Diese Motoren sind sehr robust, leiden aber ab ca. 180Tkm
unter einer eingelaufenen Nockenwelle, bei www.motorrevision.de wird Ihnen
geholfen... Ab Modelljahr '93 mit kettengetriebener Nockenwelle und
Hydrostößeln
ein problemloser Motor (M43B18), von dem man jedoch keine
beeindruckenden
Fahrleistungen erwarten darf.
Eine Sonderstellung nehmen die Sportvarianten des E34 ein. Da gibt es
zunächst einmal den schon fast kultigen M5. In seiner ersten
Ausführung als M5 von 1988 bis 1992 erhielt er den auf dem M30B35
basierenden S38B36 mit 3,6l Hubraum und 311 PS. Dieser Motor fand etwas
leistungsschwächer schon im 635CSi und im Vorgänger M5 (E28)
Verwendung. Dieser Motor ist vergleichsweise noch recht problemlos.
1992 wurde, um wieder Abstand zum neuen 540i zu gewinnen, der S38
nocheinmal aufgebohrt mit nun 3,8l Hubraum und 340 PS (S38B38). Dieser
Motor
machte leider immer wieder Schlagzeilen, nicht sehr standfest zu sein.
Blockplatzer wie auch div. Kopfrisse (nicht selten sogar mehrfach am
selben Kopf gleichzeitig) wurden von vielen Besitzern immer wieder
beklagt, trotz
warmfahren und pfleglicher Behandlung. Nur der nackte Zylinderkopf ohne
Nocken und Ventile schlägt schon mit knapp 4000 € zu Buche. Einen
S38 zu reparieren geschweige zu Revisionieren kann schnell zur
Kostenfalle werden. Ein neuer Motor kostet gut 10000€ zuzüglich
Aus- und Einbau. Auch das Getriebe muckt öfters wegen
verschlissener Synchronringe, auch diese Reparatur kostet reichlich. Ab
2005 kostet die Steuer weit über 500€ im Jahr,
EURO2-Umrüstsätze wird es der geringen Nachfrage nicht geben.
Wer sich den Luxus eines M5 leisten möchte, sollte sich immer der
Folgekosten bewußt sein. Solange er problemlos läuft,
wunderbar - aber wehe, der Motor streikt einmal....
Dann bliebe noch der Alpina B10. Der B10 3,5 (auf M30B35 basierend) ist
mit Kopfbearbeitung und schärferer Nocken auf 254 PS
leistungsgesteigert und noch relativ problemlos, bis auf schwieriger
und kostspielig zu beschaffender Motorersatzteile. Deutlich
kostspieliger, ähnlich wie der M5 ist der fast schon
legendäre und leistungsstärkste E34, der B10 Biturbo mit 360
PS. Nur noch wenige Exemplare sind am Markt und diese, vor allem wenn
im technisch guten Zustand, nur zu recht hohen Preisen zu haben. Auch
hier sind Instandsetzungen nur was für "gut situierte". Hier
gelten die selben Überlegungen wie bei der Anschaffung eines M5.
Versöhnend bleiben noch die B10 4,0 V8, die erst in den Varianten
mit 311 PS und dann mit 340 PS (B10 4,6) geliefert wurden. Allerdings
sind diese
recht selten im Angebot, da nur etwas über 50 Exemplare je
Variante hergestellt wurden. Der Preis für einen gutgepflegten B10
V8 ist recht hoch, auch hier gilt dasselbe Automatikproblem wie beim
540i.
Exoten sind noch gelegentliche Umbauten auf den 5,0l V12 Motor mit
299PS (M70B54). Dies sind Privatumbauten, von BMW wurden die
12-Zylinder nur im 7er und 8er verbaut. Solchen Umbauten ist stets mit
Skepsis zu begegnen. Am besten spart man sich möglichen
Ärger, in dem man auf solche Angebote erst gar nicht eingeht.
Summasummarum ist der M50B25 (525i, ab BJ '90) ohne VANOS der
empfehlenswerteste Motor für einen E34, der fürs Geld (incl.
Unterhalt) die besten Fahrleistungen und einen reparablen Zylinderkopf
bietet. Stehen Fahrleistungen nicht so sehr im Vordergrund tuts auch
der M50B20 (520i ab BJ '90). Für Fans käme noch der 540i in
Frage, allerdings sollte man eine neue Automatik für 4000€ beim
Kaufpreis gleich miteinkalkulieren. Siehe auch weiter unten zum Thema
Automatik. Dafür sind die 540iA deutlich günstiger zu haben,
als die seltenen Schalter. So relativiert sich der nachträgliche
Aufpreis für eine neue Automatik weitgehend. Es wurden auch
viele E34 ohne Klimaanlage ausgeliefert, die jetzt sehr
preisgünstig angeboten werden. Eine Klimaanlage ist aber nur mit
erheblichen Aufwand nachrüstbar. Falls gewünscht, sollte der
E34 bereits mit einer Klimaanlage ausgestattet sein, eine
Nachrüstung lohnt angesichts des großen Angebotes nicht. Mit
Erscheinen des E60 werden die Preise weiter fallen, da nun der
E34-Nachfolger E39 verstärkt in den Gebrauchtmarkt drängt.
Einen guten Überlick über das Marktgefüge bekommt man
bei mobile.de.
Auf folgendes sollte man beim Kauf
eines E34 achten:
(Die
einzelnen Punkte sind noch in Arbeit... ;-)
Karosserie
Ein
peilender Blick entlang der Karosserieteile verrät Unebenheiten.
Vereinzelte Beulen bzw. leichte Dellen können im Laufe der Jahre
"normale" Gebrauchsspuren sein. Die Reflektion der Teile sollte
insgesamt aber eine ungesörte Linienführung haben. Besonders
aufmerksam sollte man auf Wellen und ungleichmäßige Muster
sein. Hier kann es sich um gespachtelte Teile handeln. Stimmen die
Spaltmaße? Sind auch hier Abweichungen und Asymmetrien zu
beobachten, dann handelt es sich mit Sicherheit um ein "gepfuschten"
Unfallwagen, Finger weg! Es sei denn, man nimmt den Wagen
äußert preisgünstig als Teilespender, hier ist aber
Sachverstand gefragt. Außerdem sollte die Karosserie keine
Roststellen aufweisen, besonders an Kotflügelkanten,
Schwellerbereich und Türunterkanten zu finden. Allgemein sind gute
E34 aber kaum rostanfällig. Schließen Klappen und Türen
einwandfrei? Knarzt bei der Probefahrt die Karosserie oder sind
Klappergeräusche zu hören? Schiebedächer verringern
etwas die geometrische Steifigkeit, bei älteren Wagen kann es hier
schon zu Geräuschen kommen. Zudem verstopfen gerne mal die
Abflußkanäle, was zu Feuchtigkeit im Innenraum führt.
Leider sind die meisten Tourings mit einem Doppelschiebedach
ausgestattet. So schön es im Gebrauch sein mag, hier ist die
Karosserie besonders weich mit der Zeit, die Schiebedächer
klappern. Mit Filzstücken läßt sich dies abstellen.
Eine etwas schief aufliegende Motorhaube kann an den Gummiauflagestpfen
eingestellt werden, sollte dafür aber genug Einstellreserven
bieten.
Motor
Fahrwerk
Besonders verschlissene Dämpfer machen sich auf welliger Autobahn
mit einem schwierig zu kontrollierenden Aufschaukeln bemerkbar. Aber
einer bestimmten höheren Geschwindigkeit ist der Wagen dann nicht
mehr zu halten. Ein Dämpferwechsel ist eigentlich keine
große Sache, sollte nur beim Kaufpreis entsprechend
berücksichtigt werden, nur Dämpfer mit Niveauregulierung
hinten kosten einiges mehr. Bei Tieferlegung unbedingt auf
TÜV-Gutachten (Teilegutachten und Einbaubescheinigung) achten.
Außerdem Finger weg von "Bastelkarren". Hier ist es schon
öfters vorgekommen, das eine "Billigtieferlegung" mit
absägern der Federn vorgenommen wurde. Auch vom sog.
Plattdrücken einiger Windungen ist abzuraten, da die Federn in der
Regel nicht dafür ausgelegt sind. Spurplatten können
Materialermüdung aufweisen und sind ein Sicherheitsrisiko durch
längere oder doppelt vorhandene Schrauben. Felgen sollten
ebenfalls korrekt eingetragen sein und ein Gutachten haben.
Beim E34 verschleißt gern die Vorderachsaufhängung,
besonders die Gummilager der Querlenker. Dies ist auch schnell
repariert und ein Preis für eine präzise und dierekte Lenkung.
Innenraum
Typische E34-Macken
Motor
Fahrwerk
Karosserie
Elektrik
Formulare für Kaufverträge
Abwicklung des Kaufs
Kilometerstand
Leider
ist es heute regelrecht Gang und Gäbe geworden, daß
Kilometerstände nicht mehr ehrlich angegeben werden. Vertraglich
nennt man dies "Gesamtlaufleistung" von der der Tachokilometerstand
abweichen kann. Bei echten Privatfahrzeugen kann man mit ca. 12Tkm/Jahr
rechnen, oft aber mehr. Sollte es sich herausstellen, daß das
Fahrzeug auch geschäftlich genutzt wurde, ist mindestens das
Doppelte, also min. 20Tkm/Jahr anzusetzen. Werden deutlich geringe
Kilometerstände angegeben, ist dies mit Mißtrauen und
großer Vorsicht zu betrachten. Der Tacho des E34 zeigt nur bis
300Tkm an, danach bleibt er stehen. Außerdem gibt es öfters
Elektronikprobleme mit dem Tacho, welches einen
kostspieligen Austausch von nöten macht. Der Kilometerstand
beginnt dann wieder bei 0, was nicht selten ebenfalls zu einer
"Korrektur" der Angabe der Gesamtlaufleistung nach unten ausgenutzt
wird. Die Wahrheit liegt im Motor, der Schwindel auf dem Tacho und in
den Papieren.
Motoröl
Welches
Motoröl ist für meinen Motor am besten geeignet?
Ein Frage die schon Megabytes in div. Diskussionsforen gefüllt
haben. Ich habe dazu meine eigene Einstellung wie auch Erfahrung.
Grundsätzlich braucht man zum Verständnis einer solchen
Problematik auch weitgehendes technisches Verständnis. Dies wird
auch in den Werkstätten leider immer seltener, daher auch die
immer öfter zu hörenden unsinnigen Empfehlungen sog.
"Longlife-Öle".
Wer gut schmiert, der gut fährt. Doch jene "Longlife"-Öle
schmieren nicht so gut, wie sie auf dem Label weismachen wollen.
Bereits im Kaltzustand sind sie zu dünn und werden leicht
verdrängt, Metall reibt dann auf Metall.
Nun geistert die Legende herum, im warmen Zustand wäre ein 15-W40
genauso dünn wie ein 5-W40, daher hätte ein 5-W40 bessere
Kaltstarteigenschaften und zugleich die gute Schmierfähigkeit im
Warmzustand. Zitiert wird dann gerne die Vergleichsgrafik
(ausgerechnet) von Castrol. Das ist fast so, als würde man
Marlboro fragen, ob Rauchen gesund sei...
Was passiert beim Kaltstart bei Wasserölen?
Da das Öl sehr dünn ist, fließt es über Nacht
nahezu vollständig ab und sammelt sich im Ölsumpf. Das geht
sogar soweit, das Zylinderwandungen regelrecht trocken werden. Auch die
Ölpumpe läuft leer. Bei vielen neueren Motoren liegt die
Ölpumpe recht weit oben und hat einen längeren Saugweg. Die
Hydros sind leer. Nun wird der Motor angelassen. Die Ölpumpe
muß das dünne Öl erstmal hochsaugen, bisher kein
Öldruck, aber der Motor dreht schon. Die Kolben gehen auf und ab,
die Nocken schaben auf den Hydros, auch die Hydros selbst sind noch
leer, welche dann vernehmlich klappern. Es dauert eine Weile, bis das
Öl durch den gesamten Kreislauf gepumpt wird, was laut
Werbeaussagen ja so schnell gehen soll, schneller als bei dicken
Ölen. In der Regel muß man 2-3 sec. warten, bis die
Öldrucklampe aus geht. Trotz der angeblich "schnellen
Durchölung beim Kaltstart" vergehen viele Wellenumdrehungen, bis
der Motor geschmiert wird, nicht selten gibt das Metall in dieser Phase
sogar quietschende Geräusche von sich. Dann noch viele
Kurzstreckenkaltstarts, dann läuft der Motor eine erhebliche Zeit
seines Lebens praktisch ungeschmiert, ein kapitaler Schaden ist
vorprogrammiert, während das restliche Auto noch "neu" erscheint.
Wo das Wasseröl erst hingepumpt werden muß, klebt noch das
dicke Öl vom Vortag. Das habe ich mit eigenen Augen gesehen.
Selbst nach 24 Stunden bleibt beim LeMans noch ein dicker Ölfilm
zurück. Es ist schon da, wo dünnes Öl erst wieder hin
muß. Die Hydros klackern nur 3 Umdrehungen, die Öldrucklampe
geht noch während des Anlassens in weniger als 1 Sekunde aus. Der
Motor läuft deutlich ruhiger und "schwimmt" im Fett. Kein Reiben
und Quietschen. Das LeMans ist auch bei extremster Motorbelastung, wie
sie nur im Wettbewerb (Rennsport) auftritt, noch stabil.
Zu allem Überfluß kommt noch die Benzinverdünnung dazu.
Während das LeMans auch bei erhöhter Kurzstreckenbelastung
beim fälligen Ölwechsel noch als 10-W40 herauskommt, ist das
5-W40 und erst Recht das 0-W40 bei solchen Belastungen eigentlich kein
richtiges Schmiermittel mehr...
Jeder mag "seine" Wahrheit haben. Aber viele BMW-Werkstätten sind
sich dieser Problematik gar nicht bewußt und beten nur die
Werksvorgaben nach, was bleibt ihnen auch übrig? Schließlich
gibt es nur Garantie auf die Motoren, wenn sie eine
vorschriftsmäßige Inspektion erfahren haben, inkl. einem
Ölwechsel nach Freigabeliste (die nur noch 0-W und 5-W
enthält). Selbst bei älteren Fahrzeugen mit Gußblock
wird immer häufiger dieser Unfug betrieben, im falschen Glauben,
den Motoren doch was "gutes" zu tun, in dem man ihnen ein Öl nach
"modernsten Erkenntnissen" gibt...
Na ja und dann kommen eben wieder diese Jungfahrer, die dann nachbeten,
"aber mein BMW-Meister hat gesagt...." und "Ich fahre schon seit 40Tkm
0-W40 ohne Probleme und kann es nur bestens empfehlen". Er hatte eben
noch keinen Motor mit 200Tkm, durchgehend mit Wasserölen
befüllt, geschweige diesen Motor jemals von innen gesehen...
Zwei Empfehlungen von mir (basierend auf Ingo Köth's Empfehlungen,
www.motorrevision.de):
Standardöl für Normalfahrer: Gutes mineralisches 15-W40
(Erstraffinat) oder Motul Power 4100 15-W50. Kein Castrol, die kaufen
von verschiedenen Herstellern ein, da sie selbst keine Öle mehr
herstellen sondern nur unter eigenen Namen weiterverkaufen. So kann man
keine gleichbleibende Qualität garantieren, da hier die absolute
Kontrolle über den Herstellungsprozeß nicht mehr gegeben ist.
Für Gasfüße und Perfektionisten:
Motul LeMans 15-W60. Vollsysthetisches Öl auf Estherbasis. Mehr
Infos auf Motul Deutschland Dort
gibt es auch ein
Händlerverzeichnis. Viele Händler tun sich jedoch aufgrund
der geringen Nachfrage schwer. In diesem Falle muß man dann einen
Karton mit 12x2l Dosen bestellen. Aber in 2 Jahren (20Tkm/a) ist der
Vorrat in der Regel aufgebraucht, die Dosen sind verschlossen
problemlos bis 3 Jahre lagerfähig.
Motul verkauft natürlich auch 0-W-Öle, man will ja im
Geschäft bleiben. Aber davon sollte sich niemand beirren lassen.
Motorradwerkstätten schwören auf Motul, wo es sich schon
längst einen Namen gemacht hat.
Grundsätzlich gilt bei allen Ölen, ein Wechselintervall von
höchstens 10Tkm einzuhalten. Zu lange Wechselintervalle schaden
den Motoren am meisten, da die Öle zunehmend ihre
Schmierfähigkeit verlieren.
Ölwechsel
Wie
mache ich einen Ölwechsel? Man möchte nun einen
Ölwechsel mit Motul machen lassen und das geht oft nur, wenn man
es mitbringt, da die Werkstätten dies zumeist nicht vorrätig
haben. Hinzu kommt, daß man sich oft nicht traut, sein "eigenes"
Öl mitzubringen (man kommt sich so vor, als würde man in
einer Kneipe sein eigenes Sixpack rausholen... ;-). Also "zuhause"
Zechen, bzw. Öl wechseln. Das ist eigentlich recht einfach. In "So
wird's gemacht" wird das recht gut beschrieben, man kann kaum was
falsch machen.
Man braucht
- Öl LeMans 15-W60, Menge je nach
Motor (5-8l)
- Schlüsselsatz, am besten
Ratschenkasten.
- Drehmomentschlüssel (sicher ist
sicher)
- Ölauffangkanister (gut ist der von
Liquy Moly, in vielen Baumärkten erhältlich)
- Trichter, der das Einfüllen
erleichtert.
- Protec Engine Flush (Motorreiniger,
muß aber nicht unbedingt sein)
- Ölfiltersatz mit Dichtringen (bei
jedem BMW-Händler)
Ablauf (möglichst mal vorher "trocken" probieren, passen die
Werkzeuge?)
- Protec Engine Flush einfüllen.
- Motor warmlaufen lassen oder warm fahren
und dann abstellen.
- Ölkanister unter die Ölwanne
schieben.
- Ölfiltergehäuse öffnen,
alten Filter entnehmen und in
der Kanisterwanne ablaufen lassen, das Öl aus dem Gehäuse
läuft in die Motorwanne ab.
- Mit 17er Nuß die
Ablaßschraube lösen, möglichst so, das die Schraube in
der Nuß bleibt.
- Öl in den Kanister ablaufen lassen,
falls möglich, kann man das über Nacht abtropfen lassen.
- Ablaßschraube mit neuer
Unterlegscheibe wieder eindrehen und mit 25Nm anziehen.
- Neuen Ölfilter einsetzen und neue
Dichtungen in den Gehäusedeckel einsetzen.
- Öldeckel mit 15Nm anziehen
- Neues Öl einfüllen, den letzten
halben Liter erst etwas
später, damit sich das Öl setzen kann und somit zu sehen
bleibt was noch fehlt (Peilstab immer wieder kontrollieren). Hilfreich
für den letzten Liter ist eine leere, (mit Benzin) ausgewaschene
Öldose mit Sichtfenster und Maßteilung. Die Menge am
Peilstab ist 1 Liter zwischen beiden Teilstrichen, optimal sollte sich
der Ölstand genau dazwischen befinden.
- Stimmt der Ölstand, dann Motor
starten. Geht die Öllampe schnell aus? Normal ist weniger als 1s.
- Nach einer kurzen Probefahrt wieder Motor
abstellen und nach 5-10min
Wartezeit (Öl muß aus den Nocken ablaufen) nochmals den
Ölstand prüfen, das meiste Öl sollte wieder in der Wanne
sein, also nur wenig am Peilstab fehlen. Sind Ablaßschraube und
Ölfiltergehäuse trocken?
- Wenn alles ok, dann Zündung an und
die Serviceintervallanzeige
zwischen 7 und 19 für 3sec. kurzschließen (Draht oder
Spitzzange), es sollten dann wieder alle 5 der grünen Balken
aufleuchten.
- Zündung aus und Aufräumen ;-)
- Altes Öl (inkl. leere Dosen,
Kanister und Tücher) nur zur
Entsorgungsstelle (meist bei örtlichen Mülldeponien)
Zylinderkopfrisse
Bei
M20-Motoren leider immer öfter zu lesen. Hier hatte BMW
anscheinend das Ausdehnungsverhalten von Alukopf und Graugußblock
noch nicht ganz im Griff. Auf der Auslaßseite neigen die
Köpfe nahe der Wasserkanäle gerne zu Rissen. Besonders der 5.
Zylinder ist als heißester Bereich bevorzugter Kandidat. Hier
gibt es offenbar ein zu großes Temperaturgefälle zum
durchströmenden Kühlwasser, mechanische Spannungen sind die
Folge, das Material wird mit der Zeit müde, der Riß
vorprogrammiert. Meist so ab 200Tkm. Leider ist beim M50 ein
ähnliches Verhalten zu beobachten, wenn auch nicht ganz so
häufig. Durch herstellerseitige Materialeinsparungen sind moderne
Motoren bei diesen Laufleistungen sogar noch anfälliger. Ist der
M20 und M50-Kopf ohne VANOS noch weitgehend schweißbar, so ist
der VANOS-Kopf aufgrund einer anderen Legierung und zu geringen
Materialstärke nicht mehr schweißbar, hier bleibt nur der
kostspielige Ersatz. Bevor man sich zum Schweißen entscheidet,
den Kopf erstmal abdrücken (lassen) und schauen, wie der Riß
verläuft. Ist eine Schweißung noch machbar und sinnvoll?
Motorrevision
In
Verbindung mit dem Ölthema nicht zu unterschätzen. Die
meisten Motoren beenden ihr Leben mit einem Pleulbruch oder
Zylinderkopfriß. Letzteres ist zwar leichter zu beheben, oft
steht der Kostenaufwand aber nicht mehr im vernünftigen
Verhältnis zum Restwert, also Schrottbansen...
BMW-Motoren sind an sich sehr ausgereifte Konstruktionen. Besonders die
älteren Jahrgänge, zu denen vor allem die
Gußblöcke zählen, über die auch schon Erkenntisse
über längere Laufleistungen vorliegen, sind ab Werk noch
für dickere Öle ausgelegt. Hier liegt der Schlüssel
für Langlaufpotetial. Die goldene Regel, dickes Öl,
spätestens alle 10Tkm rigeros gewechselt, gilt noch immer.
Spätestens, wenn man einen in seine Einzelteile zerlegten Motor
vor sich zu liegen hat, sieht man das.
Dünne Öle verbrennen. Sogar ein 10-W40 ist hier noch zu
dünn. Die Verbrennung macht sich als schwarze Kruste im ganzen
Motorraum bemerkbar. Kein Motorreiniger zum Einfüllen bekommt
diese Zeug ab. Nur Speziallösemittelbad, in die die Einzelteile
eingelegt werden schafft das. Zudem muß oft noch von Hand
nachgeholfen werden. Kolbenringe verkrusten und verlieren
Elastizität. So lassen sie mehr Öl durch, was den
Ölverbrauch erhöht, die Verkrustung noch weiter
verstärkt und die Kompression mindert. Der Motor läuft in den
Zylindern verstärkt auf Verschleiß. Durch das Öl
verkoken auch die Brennräume schneller, was die Verbrennung
verschlechtert. Die ist noch kein richtiger Leistungsverlust, aber der
Motor "geht" schlechter. Der BMW wirkt etwas "müde". Aber auch die
Pleullager verschleißen bei dünnen und erst recht bei
"verbrauchten" Ölen schneller.
Vor allem die "Wasseröl"-Politik der großen Autohersteller
sorgt dafür, das Motoren zunehmend zu einem
Wegwerfverschleißteil degradiert werden. Auch BMW ist da nicht
besser. Die überkritische Motorpresse macht den Verbrauch zu einem
Hauptkriterium, sogar in der Luxusklasse. Jeder Hersteller muß
beim Kunden also mit Niedrigverbräuchen buhlen, so wird zumindest
die Meinung "gemacht". Nur um einen halben Liter zu sparen und
5PS-chens mehr Leistung herauszuholen, setzt man die Lebensdauer der
Motoren drastisch herab. So technisch brilliant die Motoren auch sein
mögen, wie Direkteinspritzung, Valvetronic usw. so kurz wird ihre
Lebensdauer sein. Ganz zugschnitten auf zahlungsfreudige
Neuwagenkunden. Das Thema Gebrauchtwagen ist nur noch als
Lockmittel der Inzahlungnahme interessant für den Hersteller, aber
dann diskret schnell weg damit.
Der typische Neuwagenkunde fährt sein Auto so maximal 150Tkm, oft
sogar nur 100Tkm. Wenn BMW seine Motoren also für 200Tkm auslegt,
sind alle Sicherheiten und Eventuelitäten darin
berücksichtigt. Früher konnte man sagen "bis der Rost und
scheidet", heute eher "bis der Motor uns scheidet", denn die auf
Rostarmut getrimmten Karosserieen überleben mittlerweile die
Motoren bei weitem. Der Austauschmotor wird immer
selbstverständlicher werden. Doch werden die Motoren eher teurer
denn billiger. So schwächt jeder kapitale Motorschaden die
Volkswirtschaft, da viele geschaffene Werte damit unnötig
vernichtet werden.
Dabei müßte das nicht sein. Aluminium als Werkstoff für
den Motorblock hat keine so durschlagenden Vorteile, selbst das Gewicht
ist bei einem Stahlgußblock nur geringfügig höher. Aber
ein Stahlgußblock ist leichter aufzuarbeiten und viel
standfester,
auch wenn moderne Alulegierungen es dem Stahl gleichtun wollen. Viel
schlimmer ist aber die Motorölpolitik der Hersteller. Der Vorteile
im Vergleichstest und in der Werbung willen, werden die Motoren mit
Ölen geschmiert, die den Anforderungen nicht entsprechen. Es gibt
zwar toll klingende Normen wie .... doch in der Praxis sieht das
anders aus. Kein Motoröl verkokt so schnell, wie die dünnen
vollsynthetischen Motoröle. Die vielbeschworenen Additive haben
mehr im Werbeprospekt als denn im Motor ihre Wirkung. Die Folgen machen
sich verstärkt ab 100Tkm Laufleistung bemerkbar. Hinzu kommen dann
noch die absolut irrsinnigen verlängerten Wechselintervalle von
mittlerweile bis zu 50Tkm, die "Wartungsfreundlichkeit" suggerieren
sollen. Dh. ähnlich wie bei modernen Automatikgetrieben tendiert
auch der Motor zu "Motoröl für Lebensdauerfüllung". Das
macht den Motor weiter wartungsarm, aber der Begriff "Lebensdauer"
bekommt eine neue Qualität.
Die Lagertechnik hat hier keine nennenswerten Durchbrüche in den
letzen 30 Jahren gemacht. Auch wenn die Motorsteuerung weitgehend von
moderner Elektronik übernommen wurde, ist der Ottomotor in seiner
prinzipiellen Technik immer noch derselbe wie vor 40 Jahren. Zu dieser
Zeit gab es nur mineralische Öle. 15-W40 war lange Zeit ein
Standardöl. Die Motoren kamen ohne Schwierigkeiten auf
Laufleistungen von 300Tkm und mehr, ohne rettende Eingriffe von
außen. Heute undenkbar.
BMW-Motoren haben schwächer dimensionierte Pleulager. Dies kommt
ihrer Drehfreudigkeit zugute. Nachteil ist jedoch, daß sie je
nach Belastung zwischen 160Tkm (Vollgasfahrer mit Schaltwagen) und
250Tkm (Opa mit Automatik) ihre Verschleißgrenze erreichen. Das
Lagerspiel wird zu groß, besonders bei der Abwärtsbewegung
des Kolbens beginnt das Lager zu schlagen. Dann wird das Lagerspiel
sehr schnell so groß, das durch den Schlag das Pleul bricht.
Durch die Fliehkraft schlägt das Pleul durch den Motorblock. Ein
Knall, weißgrauer Rauch kommt aus dem Motorbereich, der Motor hat
sein Leben ausgehaucht. Pleul, Kurbelwelle und Block sind Schrott.
Gerade bei alten Motoren lohnt zumeist die Aufarbeitung nicht mehr, der
Restwert des Wagens gibt auch nichts mehr her. Allenfalls kann man den
Wagen noch ausschlachten. Ist die Karosserie noch sehr gut, steht ein
kostspieliger Motortausch an. Unter 5000€ geht da meist nichts.
Greift man rechtzeitig die Pleullager raus und checkt den Motor
ansonsten komplett durch, auch Ventilführungen, besonders am
Auslaß, dann läßt sich für die Hälfte der
Summe, oft sogar noch weniger, der Motor noch retten, bevor es zum GAU
kommt und der Motor lebt für gut weitere 150-200Tkm. Ein gutes,
wirklich schmierfähiges Öl wie das Motul LeMans oder ein
gutes 15-W40/50 unterstützt ein langes Motorleben, die
Modebezeichnung "Long-Life" der Wasseröle wirkt eher wie
Kundenveralberung, denn diese Öle sorgen schon dafür,
daß aktuellen Motoren dieses Schicksal schon 50Tkm früher
erreicht. Ältere Motoren brauchen ihre Pflege und Zuwendung, die
auch eine rechtzeitige Revision beinhaltet, so kann man die Lebensdauer
seines Wagens bedeutend verlängern. Gerade diejenigen, die auch
dran denken, aus ihrem alten Gebrauchten mal einen attraktiven
Youngtimer machen zu wollen, sollten dies bedenken.
Den meisten älteren Motoren kann man es von außen nicht
ansehen, was sie in ihrem Leben durchgemacht haben. In der Regel sind
Autos mit mehr als 150Tkm Gesamtlaufleistung (die heutzutage leider
immer öfter vom Verkäufer nach unten gelogen wird) nicht mehr
im Erstbesitz. Damit ist die Behandlung auch kaum noch nachvollziehbar.
Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, sollte gleich die Kosten
einer bald fälligen Motorrevision einkalkulieren um sich so vor
unangenehmen Überraschungen (zumeist auf der Autobahn) zu
schützen. Denn gerade auf der Autobahn, wo die Motoren unter hoher
Dauerlast stehen, zeigt sich, ob sie noch standfest sind. Einem
gesunden Motor kann man dies problemlos zutrauen, die sog.
Vollgasfestigkeit, eigentlich eine Stärke der BMW-Triebwerke.
Kennt man den gebrauchten Motor nicht ganz genau, sollte man mit dem
Gasfuß vorsichtiger umgehen, höhere Dauerdrehzhalen als 4000
vermeiden und erstmal den Motor revisionieren lassen und sich somit
Gewißheit verschaffen. Ein Revision ist planbar, ein kapitaler
Motorschaden zumeist nicht. Hier bleibt das Risiko, wenn man "auf gut
Glück" weiterfährt.
Luftfilter
Bringt
ein "Sport-Luftfilter" was? Nein. Der Leistungsgewinn ist nur
marginal und innerhalb der TÜV-Toleranz von 5% der
Motornennleistung. 5% mehr Leistung wäre gigantisch, real sind es
aber nur 1-3PS, die man nicht spürt. Diese sog. Gewebefilter
müssen immer stark eingeölt werden, damit sie Staubpartikel
binden. Dieses Öl wird auch in die Sauganlage eingesaugt und
führt zu verstärkter Verölung der Drosselklappe und
Ansaugtemperaturmeßfühler. Außerdem lassen die Filter
zuviel Feinstaub durch. Dieser ist vorwiegend silikatisch und
schnmirgelt die Kolbenringe schneller ab. Erhöhter
Ölverbrauch und sinkende Kompression ist eine Langzeitfolge.
"Offene" Luftfilter wie z.B. das K&N 57N vermindern sogar die
Leistung, da warme Luft aus dem Motorraum gezogen wird. Der "sportliche
Sound" wird dann oft als Argument hergenommen. Alles nur Illusionen,
die außer Geldverlust nichts bringen.
Tuning
(engl.
"Abstimmung")
Ein
weitgefaßtes Thema. Hier muß man unterscheiden,
zwischen echtem Rennsporttuning, oder was vornehmlich junge (von der
Reife her "jugendliche") Autofahrer mit ihren Autos machen.
Rennsporttuning optimiert Wettbewerbsfahrzeuge auf eine bestimmte Art
von Rennstrecke. Mehr oder weniger Andruck, speziell abgestimmte
Federung, hohe, auf ein Autorennen abgestimmte Motorleistung, spezielle
Reifen für nasses oder trockenes Wetter usw. Mit einem Gebrauch im
Straßenalltag hat dies alles nicht im geringsten was zu tun. Ein
Wettbewerbsfahrzeug läßt sich auf einer normalen
Straße kaum vernünftig fahren.
Junge Leute sind noch Lebensunerfahren und daher Hauptzielgruppe von
gewieften Händler und der dahinterstehenden Zubehörindustrie.
Diesen jungen Leute werden gezielt über div. Medien, darunter auch
verstärkt das Internet, mit Halbwissen angefüttert. Der
jugendliche Drang, zu forschen und Extreme auszuprobieren, wird hier
ganz geschickt für das dahinterstehde Geschäftsinteresse
bentutzt. So kann die Industrie den kaufwilligen so ziemlich alles
Verkaufen. Sportfahrwerke, Felgen, Sportauspuffanlagen,
Sportluftfilter, Spoiler und div. Zubehör, das besonders
individuelle und scheinbar leistungsfähige Autos verspricht. Doch
nur das Wenigste taugt was. Sogar TÜV-Beschränkungen werden
gerne verschwiegen, Hauptsache die Kasse stimmt. Mit Sexbildchen
versuchen nicht wenige Händler die oft naiven Junggesellen zu
ködern. Offenbar beißen immer noch genug an. Klar, wo es
Geld zu angeln gibt, mischen viele mit.
So geistert auch der Irrglaube herum, aus Schrott wieder potente
"Sportautos" zu basteln. Dies gelingt nur in seltensten Fällen und
wenn, dann nur mit erheblichen finanziellen Aufwand. Doch nur sehr
wenige junge Leute haben auch das entsprechende Einkommen geschweige
denn das notwendige Fachverständnis. Das wissen auch oben genannte
Händler, die sogar für billige Kleinteile einen Kreditkauf
anbieten...
Da werden Autos bis zu Unkenntlichkeit verbastelt, Schrottmotoren
"getunt" um danach immer noch Schrottmotoren zu haben, um jedes PS-chen
gefeilscht. Ehemalige 100000DM-Autos wie M3, M5 oder Alpina Biturbo
werden zu niedrigen Preisen angeboten, warum wohl? Viele dieser jungen
Leute lassen sich vom niedrigen Preis verführen (weil gerade diese
Preisklasse ihrer Kaufkraft entspricht) und kaufen den ehemaligen
Topwagen. Was die wenigsten ernsthaft in Betracht ziehen, sind die
Folgekosten, denn die meisten dieser Ex-Boliden haben ihre
Blütezeit hinter sich, nicht nur vom Stand der Technik sondern
auch von ihrer Laufleistung her. Spätestens beim ersten
größeren, verschleißbedingten Schaden kommt dann das
böse Erwachen, der Instandsetzungpreis liegt nicht selten deutlich
über dem Marktwert des Exboliden. Dann wird wieder ein Auto mit
Frust und Verlust abgestoßen, denn wer ist z.B. bei einem M5 mit
Marktwert von 6500€ bereit, einen Tauschmotor von 12000€ einbauen
zu lassen? Man kann das auch "Erfahrung machen" nennen.
EURO2
Lohnt
sich die Umrüstung auf EURO2? Eindeutig ja, wenn man den
Wagen länger als 2 Jahre fahren möchte. Auch wenn die
Ersparnis gerade mal ca. 2 Tankfüllungen im Jahr bringt.
Umwelttechnisch eher irrelevant, aber einen Steuervorteil kann man
etwas
besser verkaufen. Bei großvolumigen Motoren wie dem M60 oder
M70/71 ist die Esparnis sogar deutlich höher. Gute Erfahrungen
habe ich mit GAT-Kat gemacht. Dieser Kaltlaufregler steht in Abstimmung
mit der Motorelektronik und hält im Kaltzustand die Drehzahl auf
Normalniveau. Es wird Nebenluft zugeführt, die eine heißere
Verbrennung erzeugt (Magergemisch). Dadurch werden die Katalysatoren
schneller auf Betriebstemperatur gebracht (Das EURO2-Kriterium). Ist
die Temperatur erreicht, wird der Nebenluftzugang vom Regler
geschlossen. Besonders bei Automatikfahrzeugen hat das den Vorteil,
daß das Automatikgetriebe nicht durch zu hohe Leerlaufdrehzahlen
belastet wird. Es wird von manchen gern das ungeprüfte
Gerücht weitergeben, das die GAT-Regler die Motronic
zerstören sollen. Mir ist kein Fall bekannt und auch mein
GAT-Regler funktioniert einwandfrei. Bis auf die Diesel, den M5 und den
Alpina B10 sind alle E34 nachrüstfähig. Der V8 (M60) ist ab
Modelljahr '94 schon ab Werk für EURO2 ausgelegt. Durch einen
Fehler wurde er im Brief aber als EURO1 geführt. Dies kann man
nachträglich umschlüsseln lasssen, ohne eine technische
Veränderung vornehmen zu müssen.
Welcher
Auspuff?
Ich
schwöre auf Eisenmann. Gute Verarbeitung und guter Sound. Da
stimmt einfach alles. Nicht umsonst bieten viele Tuner diese
Endtöpfe an, G-Power baut sie sogar unter Lizenz nach. TÜV
gibt es nur für die erste Stufe bis 85dB "TÜV-Sound". Diese
Anlagen werden mit einem Teilegutachten geliefert und werden vom
TÜV nach Vorführung abgenommen, wenn der Einbau korrekt
erfolgt ist. Eine Lautstärkemessung wird in der Regel nicht
vorgenommen.
Soundstufe 2 mit ca. 90dB gibt es nur noch ohne Teilegutachten.
Eisenmann-Kunden hatten mit dieser Version zuviele Probleme, daher
werden diese Soundstufen wie auch die Stufe 3 (nur für Rennsport)
nur noch ohne Gutachten geliefert. Aber schon die TÜV-Variante hat
einen guten Sound. Dennoch könnte der TÜV mit Stufe 2
kulanter sein, denn viele Motorräder sind mit Serienanlagen lauter
- alles mit TÜV-Segen, eine Ungerechtigkeit?
Welches
Fahrwerk?
Ich
fahre mit Eibachfedern, mit denen ich sehr zufrieden bin. Nicht zu
tief (also dezent), so ist es im Alltag noch gut fahrbar und auf
Komfort muß man auch nicht verzichten. Keine gemarterten
Wirbelsäulen durch knüppelharte Fahrwerks-Schläge.
Tiefgaragentauglich. Ebenfalls empfehlenswert sind die
Tieferlegungssätze von H+R.
Denn ist ein Fahrwerk zu hart ausgelegt (taugt nur noch für
topfebene Rennstrecken), verliert der Wagen an Bodenhaftung, da durch
die Sprünge die Räder zuviel in der Luft sind. Gleiches gilt
auch für zu weiche, abgefahrene Dämpfer.
Ich habe schon einen Golf gesehen, mit ca. 1,5cm Bodenfreiheit. Der
fuhr abends über eine hucklige (eigentlich harmlose Kreuzung), der
Unterboden sprühte Funken. Der Fahrer hatte eine
Baseballmütze auf....na eben das "typische Sturm- und Drangalter"
;-)
Welche
Reifen?
Michelin
Pilot Sport. Sie müssen warmgefahren werden, wie eben
auch das ganze Auto, dann aber kleben sie auf der Straße. Sanfter
Übergang zum Drift, stets kontrollierbar. Der Verschleiß ist
auch langsamer als bei den meisten Konkurrenzfabrikaten. Der Preis kaum
höher.
Natürlich schwört jeder auf "seine" Reifen, subjektiv sind
sie immer gut. Nur wenige tasten sich tatsächlich bewußt an
die (Haft-)Grenzen heran. Gerade hier steht und fällt die
Sicherheit und der Fahrspaß.
Im Zeifelsfall sollte man sich eine sog.
"Unbedenklichkeitsbescheinigung" des Reifenherstellers besorgen, wenn
eine bestimmte Reifen-/Felgenkombination zu einem bestimmten Auto
gewünscht ist.
Welcher
Luftdruck?
2,0
und 2,2bar nach Betriebsanleitung sind eindeutig zuwenig. Dies ist
eine "Komfortabstimmung". Schon das Zugeständnis, bei voller
Gewichtsbelastung bis 3bar zu gehen, zeigt, daß dies alles
relative Werte sind. Am besten mal etwas mit Drücken von 2,4
-3,0bar experimentieren und regelmäßig den
Reifenverschleiß nachmessen, innen-mitte-außen. Unter
höheren Druck werden die Reifen nicht ganz so stark durchgewalkt,
der Verschleiß bleibt trotzdem in der Mitte geringer.
Gefährliche Situationen sollten bewußt vermieden werden,
wenn mann mit extremeren Drücken experimentiert, die Regel zeigt
aber, daß man zwischen 2,4 bis 2,8bar kaum was falsch machen kann.
Wie
wechsle ich das Microfilter?
Bosch
hat ein PDF dazu (Link) und ein Amerikaner eine sehr gut
bebilderte Anleitung (link). Sieht komplizierter aus, als es ist.
Das
Handschuhfach schließt nicht richtig
Das
Handschuhfach hat zwei Klipse als Scharniere. Diese müssen
gefühlvoll eingestellt werden und immer wieder die
Schließung probieren. Der Schloßzapfen muß dierekt in
das Schloß gehen. Trifft er nicht richtig, geht das Fach nur mit
"zuhauen" zu. Bei guter Justage genügt ein sanfter Druck.
Automatik
Wie
lange hält eine Automatik? ZF-Getriebe wie das 5HP18 haben
eine Lebensdauer von ca. 200Tkm, je nach Wartung und Belastung kann der
Ausfall früher oder später kommen. Das im 540 (E34)
eingesetzte 5HP30 geht jedoch schon nach gut 150-170Tkm zu Neige. Ein
zu schwach dimensioniertes Teil (...korb) sorgt meist für das
vorzeitige Ableben des Getriebes.
Ein neues A-Getriebe ist nicht billig zu haben, vor allem scheint es
dann teuer, wenn der Wagen einen Marktwert von weniger als das doppelte
des Ersatzgetriebes hat. Viele scheuen daher die einzige sinnvolle
Lösung, nämlich den Tausch gegen ein werksneues
Automatikgetriebe.
Es gibt Instandsetzungswerkstätten, die sich auf die Aufarbeitung
(Revision) schadhafter Automaten spezialisiert haben. Aber ZF nimmt
für Einzelteile horrende Preise, so daß eine gründliche
Revision zum vernünftigen Preis nicht möglich ist. Zuviele
Teile, wie Wandler, Reibscheiben sind zu ersetzen. Da eine Revision nur
Sinn macht, wenn sich der Revisionspreis deutlich vom Neupreis nach
unten absetzt, müssen hier also Kompromisse eingegangen werden.
Ein solches Revi-Getriebe hat eine viel geringe Lebensdauer als ein
Neugetriebe. Zwischen 20 und 60Tkm hat der Revikunde wieder das gleiche
Problem. Der Getrieberevisionist gibt großzügig eine
einjährige Garantie, hat aber genügend Ausreden, sich vor
einer einuzfordernden Garantieleistung zu drücken. Das wäre
dann ein anderer Grund und so weiter. Der Kunde steht dann in der
Beweispflicht, vor Gericht keine Chance. Der Revisionist weiß
das, so sichert er sich sein Geschäft. Dem Kunden bleibt nur, sich
doch für ein Neugetriebe zu eintscheiden. Nur hat er unnötig
2500€ für die Revision aus dem Fenster geworfen. Ein Neugetriebe
kostet derzeit mit Einbau 3500€ (5HP18) ein 5HP30 ca. 4000€. Nur
dann hat man die Chance, die nächsten 150-200Tkm problemlos zu
fahren.
Egal ob sog. "Lebensdauerfüllung" oder nicht, ca. alle 60-80Tkm
sollte das A-Getriebeöl gewechselt werden. Das verlängert die
Gesamtlebensdauer auf jeden Fall. Auch bei längerem Halten auf "N"
oder "P" stellen, besonders an Ampeln mit bekannt längerer
Rotphase. Sonst muß der Wandler gegen die Bremsen drücken,
das Öl wird schneller heiß und altert schneller, als wenn er
im in sich geschlossenen Kreislauf steht. Brutale Kavalierstarts,
besonders auch am Berg, sind zu vermeiden. Ein Automatikgetriebe ist
ein
Komfortgetriebe. Es kann zügig gefahren werden, aber es ist
nicht für Ampelrennen gedacht.
Immerhin hat ein Automatikgetriebe auch seine Vorteile, neben dem
Fahrkomfort schont es den Motor. Es verhindert über- wie
untertouriges Fahren. Durch das in der Regel frühe Hochschalten
wird der Motor überwiegend niedertourig gefahren. Gedacht ist dies
in erster Linie, um den technisch bedingt höheren Verbrauch zu
reduzieren, da der Wandler Schlupf hat und auch immer ein
Ölviskositätswiderstand überwunden werden muß.
Daher sind die Fahrleistungen auch immer etwas unterhalb derer von
Handschaltungen bei gleicher Motorisierung. Motoren die an Automaten
betrieben werden, fallen generell weniger im Lagerverschleiß auf,
als Motoren bei Handschaltern. So relativieren sich etwas die
höheren Kosten für einen Automaten, da z.B. Kurbelwellen und
deren Lager bei jenen Motoren so gut wie nie gewechselt oder bearbeitet
werden müssen. Ab ca. 80km/h wird im 4. und 5. Gang der Schlupf
umgangen, in dem der Wandler mechanisch überbrückt wird
(WÜK = Wandlerüberbrückungskupplung). Dann
besteht eine direkte Verbindung zum Differential. Dies macht sich durch
einen kleinen Ruck und der Drehzahlabsenkung um ca. 300U/min bemerkbar.
Das reduziert den Verbrauch, aber dnnoch muß das Getriebe eine
wesentlich größere Menge Öl mitschaufeln, als ein
Handschaltgetriebe. Der Verbrauch wird daher immer etwas höher
sein. Da nur vier normale Gänge zur Verfügung stehen,
ist auch die Beschleunigung dem Handschalter unterlegen. Erst bei
genügend hohen Drehmoment vom Motor steht genügend
Elastizität des Antriebes zur Verfügung, um dem Handschalter
paroli zu bieten.
Bei leistungsstärkeren Motoren mit einem Nenndrehmoment ab ca.
400Nm schwinden die Unterschiede zum Handschalter in Sachen
Fahrleistung. Da standfeste Kupplungen in dieser Leistungsklasse
teurer und unterhaltsintensiver sind, bieten die Autohersteller in
dieser Leistungsklasse bevorzugt Automatikgetriebe an. Da der
technische Unterhalt leistungstärkerer Autos wie z.B. dem 540 oder
740 ohnehin teurer ist, fällt hier der Tausch eines Automaten in
der Gesamtbilanz nicht mehr so ins Gewicht. Dies empfinden nur Besitzer
als "teuer", wenn diese Gebrauchtwagen einen Marktwert von nur noch 1/5
ihres ehemaligen Neupreises erreicht und die von ihrem Hersteller
zugedachte "Laufleistungsgrenze" erreicht haben.
Alarmanlage
geht einfach los
Bei
mir meldet der Fehlerspeicher das Kofferraumschloß. Vermutlich
ein Kabelbruch am Übergang zur Kofferklappe. Genaueres folgt.
HiFi,
was taugt?
Endlosthema
Nr. 3: 100 Leute, 300 Meinungen... Ich habe erfolgreich auf
einen Subwoofer verzichten können. Da ich den Platz im Kofferrraum
gerne behalten wollte. Das ersparte mir nicht nur erhebliche weitere
Kosten für Subbox und weiterer Endstufe, sondern auch erheblichen
Bauaufwand. Ich persönlich bevorzuge echte Boxen, da ich bei
Freeairsystemen nicht mag, wenn das Nummernschild mitschnarrt. Zudem
kommt, daß die meisten Subs den Bass unnatürlich
aufblähen
uns so klingt das dann auch, wie eine Anhäufung von
Blähungen...
Ich habe jedoch einigen Aufwand betrieben, vor allem in der Heckablage,
165er Systeme einzubauen, da der Baß eine Idee tiefer
runterkommt. Zumindest da, wo auch auf dem Tonträger echter
Baß ist, kommt er auch über die Lautsprecher. Das reicht mir.
An den Komponenten habe ich nicht gespart, aber auch nichts
verschwendet.
165er Polycarbon von Focal, die 4-Kanalendstufe von Helix (HXA 400II).
Fürs Geld ist da wohl kaum was besseres zu bekommen. Schon fast
Overkill, aber eine sehr lebendige und für Autoverhälnisse
natürliche Wiedergabe entschädigen dafür und machen
gerade längere Fahrten für mich viel angenehmer.
Beim Autoradio kann man kaum was falsch machen, hier sind ergonomische
und ausstattungsbedingte Gründe im Vordergrund, vom Klang nehmen
sich die Headunits nicht viel. Die Cinchleitungen gehen bei mir am
Mitteltunnel entlang, ebenso die Boxenkabel für die Frontsysteme.
Ein 1F-Cap sorgt für Ruhe am Verstärker. Absolut keine
Störgeräusche.
Goldene Regel: Lieber weniger, dies dafür aber richtig machen.
Freisprechanlage
Ich
habe gute Erfahrungen mit der Audio 2000 von Funkwerke Dabendorf
gemacht. Mittlerweile gibt es den Nachfolger Audio 3000, auch mit
Datenschnittstelle. Vorteil dieser FSE ist eine modulare Handyaufnahme.
Für nahezu alle gängigen Handys gibt es eine schnell
auswechselbare Aufnahmevorrichtung. Das Handy wechselt, die Anlage
bleibt. Ob man sich mit einem aktuellen Modell aufrüsten will,
oder die ebenfalls den Wagen fahrende Freundin ein anderes Handy hat,
alles kein Thema mehr. Ein Handymodul kostet ca. 90€. Ich habe die
Vorzüge einer FSE zu schätzen gelernt und verstehe den
falschen Geiz vieler Leute nicht, die im hektischen Verkehr fast
Unfälle bauen, weil sie völlig mit ihrem Handy am Ohr
beschäftigt sind...
Kühler
undicht
Beim
E34 kommt dies öfters vor, da die Dimensionierung von
Kunstoff zu Metall in der Wärmeausdehung zu wenig
berücksichtigt wurde. Der Ausgleichsbehälter aus Kunststoff
wird mit vielen kleinen Laschen in den metallenen Kühlkörper
verpreßt. Ein Gummiring dichtet dies ab. Durch die
unterschiedliche Ausdehung entstehen Spalte, die sich zu leicht mit
Ablagereungen zusetzen und so verliert der Dichtgummi an Wirkung.
Kühlwasser tritt tröpchenweise aus, was sich mit langsamen
Kühlwasserverlust bemerktbar macht. Leider geht nichts zu
reparieren, der Kühler muß getauscht werden. Ein
"Spaß" der bei Klima und Automatik gerne mal 460€ kostet. Ich
will mal prüfen, ob sich der Bereich der Laschen mit
2-Komponentenkleber abdichten läßt. aber ich mache mir da
keine Illusionen, ob das hilft.
Wie
schalte ich den BC frei?
Für
den E34 gibt es vom Gunnar eine schön gemachte
PDF-Anleitung unter www.E34.de
Dort bleiben eigentlich keine
Fragen mehr offen.