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Lyra Delos

Zu meinem runden Geburtstag wollte ich mir nach 23 Jahren mal wieder einen neuen Top-Tonabnehmer gönnen. Zudem ging das bisher treu gediente Ortofon MC 30 Super gerade zu dieser Zeit schneller kaputt als erwartet. Also wurde ein Nachfolger nötig. Nachdem ich mit dem zunächst ins Auge gefassten Ortofon MC 30 Super MkII wegen eines Exemplarfehlers nicht zufrieden war, wagte ich die Anschaffung eines höherpreisgen Tonabnehmers. Nach vielen sehr positiven Bereichten entschied ich mich für das Delos von Lyra. Liebäugelte ich schon teils mit den Vorgängern Dorian und Argo i, war ich doch wegen den Widersprüchen aufgrund der Exemplarstreuungen der Serie verunsichert. Das Delos sollte weit geringere Exemplarstreuungen aufweisen.

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Die Verpackung ist unscheinbar...

 

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...gibt dem wertvollen Inhalt aber Sicherheit...

 

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...und ein extra Gehäuse nur für den Nadelschutz, welches sich nach vorn abziehen läßt.

 

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Neben der Anleitung in Form eines "Beipackzettels" finden sich 4 Edelstahlschrauben mit passeden Inbusschlüssel im Zubehör. Das Nadelschutzgehäuse bietet einen sicheren Halt, wodruch die Montage nicht allzu schwierig ist.

 

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Erster Probelauf an der Original-Koshin-Headshell.

 

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...später an einer geänderten Headshell Audio Technica MS-9. Ich verwendete Alu-Schrauben, um die Masse nicht unnötig zu erhöhen, so komme ich auf gut 8Hz und damit im günstigen Bereich der Tiefenresonanz.

 

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Das Delos ist schwierig beim Einspielen. Es verlangt einerseits eine exakte und gewissenhafte Montage wie Justierung. Anderseits viel Geduld, denn es vergehen gut 50 Spielstunden, bis das Delos seine recht präsente Höhenwiedergabe dem restlichen Spektrum angleicht. Dann beginnt es in unglaublicher Weise eine sehr feingezeichnete Musikwiedergabe in hoher Dynamik und Detailtreue zu leisten. Unerwartet gut harmoniert es mit dem schweren Koshin Lustre GST-801.

Ein ausführlicher Test folgt später.